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Wärmeverbundnetz der Heizkraftwerke

Die Projekthistorie

Der Eigenbetrieb Heizkraftwerk versorgte seit 1984 über eine Nahwärmeverbund das Freizeitbad, die Puricelli-Realschule Plus inkl. Sporthalle, das Bürgerhaus sowie die Kindergärten Arche Noah und Villa Kunterbunt mit Wärme. Nach 25 Jahren konnte das Heizöl-Blockheizkraftwerk nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Es erfolgte eine Neuordnung  der Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung nach ökologischen Randbedingungen. Dadurch werden wesentliche Energie- und CO2-Einsparungen erreicht.

Hervorzuheben ist die zügige Planung von Mai bis Juli 2009, aufbauend auf der Machbarkeitsstudie der TSB Bingen vom März 2008 sowie die kurze Realisierungs- bzw. Umsetzungsphase im Bestand  und bei laufendem Heizbetrieb von September bis Dezember 2009. Als weitere Besonderheit ist die Einbindung der verschiedenen Objektträger Verbandsgemeinde und Stadt Rheinböllen in das Gesamtobjekt zu nennen.

 

Die Wärmeerzeugung

Die neue Heizzentrale des Nahwärmeverbundes inkl. Pelletlager wurde im Kellergeschoss der Puricelli-Realschule plus aufgebaut. Die Anlagentechnik samt Pelletkessel, mit einer Nennwärmeleistung von 540 KW und einem Heizöl-Spitzenlastkessel, Pufferspeicher und Wärmeverteiler wurde im vorhandenen Heizraum der Schule integriert.

Die alte Heizzentrale wurde aus platz- und bautechnischen Gründen aufgegeben. Der vorhandene Spitzenlastkessel, ursprünglich im Freizeitbad platziert, wurde in die „neue“ Heizzentrale umgesetzt. Damit wurden die früher vorherrschenden hydraulischen Probleme behoben.

 

Die Wärmeverteilung

Über Rohrtrassen mit einer Länge von rd. 405 Meter gelangt die Wärme an die Verbraucherstellen. Die Wärmeübergabe an die einzelnen Wärmeabnehmer erfolgt nunmehr mittels Übergabestationen. Somit ist die bedarfsorientierte Wärmeabgabe, für das jeweilige Objekt, mit gleichzeitiger hydraulischer Entkopplung gewährleistet. Damit ist auch die Betriebssicherheit der Wärmeabnehmer bei Wasserverlust in einem einzelnen Gebäude durch die Systemtrennung gegeben. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs im Großverbraucher Freizeitbad und zur Sicherung der Bausubstanz wurde die alte konventionelle Lüftungsanlage durch eine moderne Anlagentechnik, mit angepassten Luftvolumenströmen und mit Wärmerückgewinnung, ersetzt.

 

Die Gebäudeleittechnik

Die weitergehende Energieeffizienz wurde durch modernste Gebäudeleittechnik gewährleistet. Störungen werden im Klartext an die Verantwortlichen per E-Mail bzw. SMS in Echtzeit weitergeleitet. Dadurch werden die Kosten für den Betreiber, durch die wegfallenden Vor-Ort-Überwachungen und Kontrollgänge, minimiert. Weiterhin wird durch die anlagenspezifische Überwachung und Auswertung von Soll- und Istwerten, über die übersichtliche Darstellung, der direkte Eingriff ermöglicht, um die Anlagen im jeweiligen energieeffizienten Bereich betreiben zu können.

 

Die Umwelt

Der ökologische Vorteil des Biomassenheizwerkes gegenüber alten Heizöl-BHKW’s mit Erdgas-Spitzenkessel ist der weitgehende Ersatz an fossilen Energieträgern. Die ökologische Bewertung der zentralen Wärmeversorgung auf Basis der Kohlendioxid-Emissionsbilanz weist eine Einsparung von rd. 73 % oder rd. 776 Tonnen an Kohlendioxid pro Jahr aus.