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RHB 6: Rechts und links des Ausoniusweges

Logo RHB 6

 

 

 

Länge

Auf eigener Route

Auf klassifiz. Straßen

Höhe

Schwierigkeitsgrad

25 km

20 km

5 km

236 m

einfach bis mittel

 

Charakteristik und Eignung

Halbtagestour auf eigenen Wegen, mit schönen Aussichtspunkten. Etliche kurze Anstiege, die eventuell Schiebegeduld verlangen.

 

Verlauf

Ausonius, römischer Dichter und Prinzenerzieher, hat als erster "Tourist" ausgangs des 4. Jahrhunderts den Hunsrück erwähnt: Er war damals auf der schon Jahrhunderte bestehenden Fernstraße von Bingen nach Trier gereist und er berichtet als wärmegewohnter Römer wenig Erstaunliches über den Hunsrück: Kalt war es hier und einsam und dichtes Gestrüpp verdunkelte den Himmel.

Über den Binger Wald kommend und durch das heutige Dichtelbach führend war die befestigte Straße ziemlich geradewegs nach Westen gestrebt, hügelauf und hügelab. An manchen Abschnitten im Wald ist noch heute der Wegeverlauf auf einem Damm deutlich zu erkennen.

Die Ausoniusroute ist seit etlichen Jahren ein beliebtes Ziel für eine mehrtägige Wanderung vom Rhein zur Mosel quer über den Hunsrück geworden.

"Fahrradtauglich" ist die historische Wegstrecke bislang nur in Teilstücken, weswegen sich die Tour Nr. 6 als Rundtour überwiegend rechts und links des Ausoniusweges bewegt.

Gleich der Anfang allerdings nimmt den historisch belegten Verlauf aus dem Tal des jungen Guldenbaches mit dem heutigen Rheinböllen hinauf auf die Höhe der Römersiedlung nach ca. 2 km. Im Wald wird die Straße nach Mörschbach erreicht, auf der es rechtsum hinab in diesen Ort geht. Auf freier Strecke mit weitem Blick nach Norden rollt es dann auf bequemem Teerweg übers Feld Richtung,  bis zur Kuppe an der Gabelung nach links abbiegen und dem Weg auf der Höhe folgen. Nach einer kurzen Waldquerung taucht bald Wahlbach auf, vor dessen Erreichen aber bereits nach rechts auf einem Teerweg dem Wald zugestrebt wird.

Rasant geht es talwärts bis zu einer Wegequerung auf gutem Waldweg bereits im Wald. Hier rechts rollen und alsbald in großem Linksbogen in ein enges, idyllisches Tal einbiegen, das einen selbst für hiesige Verhältnisse abgeschieden-verträumten Eindruck macht, und mit einer Überraschung an seiner tiefsten Stelle aufwartet, wo plötzlich die Kirchturmspitze der Kirche von Rayerschied so nah erscheint, wie man sie in dieser Abgeschiedenheit niemals erwartet hätte.

Nach einem knappen Kilometer wird wieder eine Autostraße erreicht, auf der es nach rechts noch etwas talwärts geht, vorbei am Gebäudekomplex der Hoffmannsmühle und kurz danach der stolzen Weißmühle.

Linksum wird rasch Pleizenhausen gestreift, wo schon in die erste Straße nach nur zwei Häusern die Route links einbiegt und einem Teerweg ins Feld folgt, vorbei an der Kläranlage und kurz danach linksum und über eine schmale Brücke des Simmerbaches auf die Hammersmühle zu.

Das ist nun die tiefste Stelle dieser Route mit ca. 350 m über Meereshöhe und es sind zur höchsten Stelle im übernächsten Ort Argenthal 120 Höhenmeter zu "erklimmen", wofür 5 km zur Verfügung stehen mit Ausruhpassagen zwischen den Anstiegen.

Also ans Werk gemacht und das steilste Stück unter die Reifen genommen auf dem ersten Kilometer hinauf nach Altweidelbach! Dieser ruhige Ort wird geradeaus durchradelt, die Kreuzung gequert und danach sofort links Richtung Argenthal im leichten Anstieg weitergefahren.

Zur Linken geben 7 Windräder eine unübersehbare Markierung und im Wald wird die Ausonius-Wanderstrecke gequert.

Bei Erreichen von Argenthal links halten, den Ort durchradeln (hier gleiche Routenführung wie Nr. 4 sowie tlw. Nr. 7), bis es kurz nach der Querung der Bahnlinie scharf nach links und unter der B 50 hindurch auf einen weiteren Teerweg nach rechts geht. Der Grund für diesen Zick-Zackkurs offenbart sich kurz darauf: Es ist der herrlich weite Blick in die Talsenke von Rheinböllen mit dem Binger Wald dahinter und rechts davor dem Soonwald. Wie in einem riesigen Theaterrund liegt die Landschaft ausgebreitet da und mittendurch zieht sich die Linie der antiken Römerstraße. Bald biegt die Radroute nach rechts nach Ellern ab, nach dessen Rechts-Links-Durchquerung  eine weitere idyllische Talstrecke wartet. Belebter und geschäftiger wird’s schließlich im Industriegebiet Rheinböllen, bevor es zum Schluß  auf dem Radweg neben der Autostraße zurück nach Rheinböllen geht.

 

Sehenswert

Ausblicke, weite Feldfluren, das ruhige Bachtal zur Hoffmannsmühle.

 

Einkehren, Rast

Unterwegs Gaststätten in Argenthal, Rheinböllen.

 

Wegebeschaffenheit

Teils Teerwege, teils feste Wirtschaftswege, mitunter mit nassen und steinigen Stellen.

 

Nr.

Abschnitt

Km

ab Start

m auf

m ab

Verlauf, Zustand

Mitnutzung

Anmerkungen

 

1

Rheinböllen Markt - Simmerner Str. - Abzweigung Allee

0,8

15

0

Innerortsstraßen

KRW

 

2

Birkenweg - bis Waldeinbiegung

1,5

2,3

42

0

anfangs asphaltierter, dann fester Wirtschaftsweg

KRW

Anstiegstrecke

3

Waldpfad - Römersiedlung - K 52

0,9

3,2

15

0

schmaler Waldpfad

KRW

 

4

Auf K 52 bis Abzweigung in Mörschbach

0,9

4,1

0

33

Kreisstraße

KRW

 

5

Mörschbach bis Gabelung Wahlbach-Steinbach

1,5

5,6

5

21

Asphalt. Weg

 

 

6

Rechtsabzweigung vor Wahlbach

1,6

7,2

15

0

dgl.

 

 

7

Rechtseinmündung vor Hoffmannsmühle in K 50

1,9

9,1

5

63

Anfangs asphaltiert, im Wald tlw. grob-feuchter Waldweg

 

idyllisch-verschwiegenes Bachtal

8

Linksabzweig anfangs Pleizenhausen

0,9

10,0

0

20

Kreisstraße K 50

 

 

9

Bis Ortsmitte Altweidelbach

2,8

12,8

68

5

Asphalt. Weg

 

Anstiegsstrecke in schöner Feld- und Wiesenumgebung

10

Auf K 53 bis Ortsanfang Argenthal

2,9

15,7

46

0

Kreisstraße

 

 

11

Ortsdurchfahrt Argenthal bis Bahnübergang

1,2

16,9

5

0

Ortsstraße

 

 

12

Bahnübergang bis Ellern Ortsanfang

2,7

19,6

0

55

Asphaltierter Weg

KRW

Herrliche Aussicht!

13

Ellern Durchfahrt - neue B 50-Brücke

2,1

21,7

0

25

Ortsstraße und asphaltierter Weg

KRW

 

14

Depot-Randweg + Industriegebiet bis L 214

1,7

23,4

5

11

Mäßig asphaltierter Weg am Depot

KRW

 

15

Bis Rheinböllen Markt

1,3

24,7

15

3

Radweg und Ortsstraße

KRW

 

 

Gesamt:

24,7

236

236