normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten   
Teilen auf Facebook   Als Favorit hinzufügen   Link verschicken   Drucken
 

Verein zur Förderung des Kulturdenkmals "Räzebore" e.V.

Rolf Kraemer

Schulstr. 14
55499 Riesweiler

E-Mail E-Mail:
www.riesweiler.de/index.php/vereine/kulturverein-raezebore

Der Verein zur Förderung des Kulturdenkmals Räzebore e. V.

– kurz: Kulturverein Räzebore

 wurde am 21.03.1997 gegründet. Er hat zurzeit 120 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 12.-€ für Einzelmitglieder und 18.- € für die ganze Familie pro Jahr.

Seit 2009 ist Rolf Kraemer aus Riesweiler 1. Vorsitzender des Vereins, dessen vorrangige Aufgabe es ist, die Gedenkstätte „Maria Reizenborn“ oder im Volksmund auch „ Räzebore“ genannt, zu erhalten und zu pflegen.

Der Räzebore ist ein Kulturdenkmal das seit 2003 unter Denkmalschutz steht.

Die Geschichte dieses besonderen Ortes im Soonwald, ca. 1,9 km von Riesweiler entfernt,  ist schon ca. 300 Jahre alt. Ursprung ist eine Quelle am früheren Wallfahrtsweg nach Spabrücken. Einer Legende nach soll vom Wasser dieser Quelle ein Kind gesund geworden sein und aus Dankbarkeit ließ der Vater dort eine Kirche bauen. Bis 1796  standen oberhalb der Räzeborequelle eine Wallfahrtskirche und eine Eremitage (Wohnung eines Eremiten).  Von 1718 bis 1778 lebten nacheinander insgesamt 7 Eremiten dort und betreuten die Gläubigen, die in Prozessionen mehrmals im Jahr zur Wallfahrt kamen.

Die ehemals kleine Kirche fasste die Zahl der Gläubigen nicht mehr und wurde im Laufe der Jahre zu einer Wallfahrtskirche vergrößert. Die von der Gemeinde Riesweiler und dem Amt für Denkmalpflege 1985 durchgeführten Ausgrabungen ergaben eine Grundfläche der alten Kirche von 35,9 Metern Gesamtlänge inklusive Altarraum und Sakristei, sowie eine Breite von 9,10 Metern. Die ehemalige Eremitage  hatte einen Grundriss von 7,60 m Länge und 5,65 Metern Breite.

Zerstört wurde die ganze Anlage im napoleonischen Krieg und demzufolge 1796 aufgegeben. Bedingt durch die Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Kirche und Eremitage nicht mehr aufgebaut. Der Soonwald forderte sein Terrain zurück und überwucherte im Laufe von über 200 Jahren die Ruinen.

Erst über 200 Jahre später wurde von Riesweiler Bürgern zufällig die Stelle wieder entdeckt, wo damals Kirche und Eremitage standen, überwachsen von über 100 Jahre alte Fichten.

1987 konnten die Grundmauern wieder aufgebaut  und eingeweiht werden.

1997/1998 hat der Verein die ehemalige Eremitage als kleine ökumenische Kapelle wieder aufgebaut.

Seit dieser Zeit finden regelmäßig sehr gut besuchte Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen dort statt.

Nähere Informationen zur Geschichte dieses einmaligen Kulturdenkmals kann man nachlesen in dem von Anita Kraemer 2012 herausgegebenen Buches: „Der Räzebore“.

 

Informationen über Termine finden Sie hier.